2002

Endlich wieder Kirmes in Ichtershausen

Nachdem jahrelang keine Kirmes in Ichtershausen stattgefunden hat, erhielten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr und die katholische Kirchgemeinde Ichtershausen im Jahr 2001 eine Einladung zum ersten offiziellen Kirmestreffen. Im Februar 2002 fand dieses dann auch statt und neben alteingesessenen Kirmespaaren aus der Zeit vor der Pause, gab es auch junge, neue Gesichter, die sich dem Abenteuer Kirmes stellen wollten. Der alte Kirmestermin, d.h. das erste Wochenende im Oktober wurde beibehalten und so bereiteten sich 10 Kirmespaare und 4 Kirmesburschen das ganze Jahr auf die Wiederbelebung der Kirmes in Ichtershausen vor.

Am 04.10.02 war es dann soweit, Kirmesvater Andreas Priebs stand am Denkmal an der Klosterkirche und hielt die erste Ausgrabungsrede nach vielen Jahren. Nach einem kleinen Umzug durch den Ort, angeführt vom Fanfarenzug Ichtershausen, fand sich die Gesellschaft im Bürgerhaus ein und harrte der Dinge die da kommen sollten. Im Lauf des Abends füllte sich der Saal zusehends, so dass von einem gelungenen Start gesprochen werden kann. Am frühen Samstag Morgen starteten die Kirmesburschen dann zum Ständchen durch den Ort. Zu dieser frühen Stunde (7 Uhr!!!!!) ließ sich kaum ein Ichtershäuser an der Haustür blicken. Nach dem ersten kurzen Zwischenstopp an der Bushaltestelle in der Friedensallee, bei dem das erste Fässchen geöffent wurde und der Busfahrer des Linienbusses ziemlich verdutzt dreinblickte, besserte sich die Situation und die milden Spenden der Anwohner nahmen zu. Zur großen Freude der Ständchenkapelle mehrten sich jetzt auch die Gaben an alkoholischen Getränken, so dass es nun mit gut angeheiterten und doch kompetenten Musikern, die gern ihre eigenen Ständchen in diversen Läden im Ort gaben, durch die verbliebenen Straßen bis zum Bürgerhaus. Dort bereiteten sich die Kirmesmädels auf den Kindertanz vor. Diesem konnte die Überschrift "Aller Anfang ist schwer" gegeben werden, denn die Organisation hatte es etwas zu gut gemeint und die drei Stunden derart mit Spielen und Wissensquizzen vollgepackt, dass keine Zeit zum Tanzen blieb. Um diese Erfahrung reicher, ging es dann dem Höhepunkt des Wochenendes entgegen, der Kirmestanz. Ein gut gefülltes Bürgerhaus wartete voller Spannung auf den Einzug der Kirmespaare. Unzählige Augenpaare waren auf die Bühne gerichtet als der unumgängliche Kirmeswalzer durch die Gruppe "Color" angestimmt wurde. Doch alle hatten gut geübt, und auch die "jungen Dinger" schlugen sich tapfer und zeigten, dass auch die Jugend in der Lage ist einen Walzer zu tanzen. Bei heiterer Stimmung und vielen Extratouren verging die Zeit wie im Flug und so war es im Handumdrehen soweit und die Saaltüren öffneten sich, um dem Trauerzug der Kirmesgesellschaft Einlass zu gewähren. Unter lautem Schluchzen und Geheul wurde die erste Kirmes begraben, doch dies tat der Stimmung keinen Abbruch und so wurde bis in die frühen Morgenstunden ausgelassen gefeiert.

Am Sonntag Nachmittag dann begaben sich die Kirmespaare zur Kaffeetafel der katholischen Gemeinde, die anlässlich des Erntedankfestes begangen wurde. Die anwesenden Gäste freuten sich über den Besuch der Kirmesgesellschaft und so wurde dieser Termin in das Programm der fürs nächste Jahr mit aufgenommen.


Kirmesvater: Andreas Priebs mit Frau Manuela (3.v.l.)
Kirmespaare (v.l.)
                       Robert Felkl mit Nancy Wailke
                       Michael Heimbürge mit Anika Wailke
                       Johannes Felkl mit Frau Diana
                       Gerhard Felkl mit Frau Silke
                       Holger Oemus mit Frau Berit
                       Jörg-Peter Schmidt mit Frau Christine
                       Thomas Henkel mit Yvonn Kirstein
                       Volker Heimbürge mit Frau Astrid
                       Torsten Heimbürge mit Heike Eichler
Kirmesburschen solo
                       Jens Kastner (9.v.l.)
                       Pastor Dr. Gabel (12.v.l.)
                       Michael Blech (vorn links)
                       Stefan Geißler (vorn rechts)
familiär verhindert
                       Matthias von der Krone und Nadine Müller